Aus der Blogosphäre: Filme als zeitgeschichtliche Quellen am Beispiel von Ernst Hirsch

Mitte Juni haben wir in dieser Rubrik schon einmal auf die Sonderausstellung zum Filmemacher und -sammler Ernst Hirsch in den Technischen Sammlungen Dresden hingewiesen. Im Hypotheses-Blog Bildsehen/Bildhandeln untersucht Luise Eberspächer – Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsprojekt zu Hirsch am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) – am Beispiel von Hirschs Dokumentation “Die Frauenkirche zu Dresden” von 2010 die Rolle von Filmen als “wichtige[n] Zeitzeugen für stadtgeschichtliche und räumliche Entwicklungen”. Der Beitrag über den Wiederaufbau der Kirche verdeutlicht für sie die “Verschränkung von physischem Raum, sozialer Interaktion und symbolischer Zuschreibung ein und macht sie für die kulturwissenschaftliche Analyse zugänglich”.

Filme als zeitgeschichtliche Quellen

 

Aus der Blogosphäre: Ernst Hirsch und das “Universum Dresden”

Nachdem im März 2025 die SLUB und die Museen der Stadt Dresden die Film- und Kamerasammlung von Ernst Hirsch erworben hatten, ist nun bis 1. November 2026 in den Technischen Sammlungen eine Sonderausstellung zum Filmemacher und -sammler zu sehen. Im Blog “Campusrauschen” gibt Nadine Faust einen Einblick in die Ausstellung:

Dass Hirschs Arbeit und Sammlung unser visuelles Gedächtnis von Dresden prägen, ist hinlänglich bekannt. […] Dabei gibt es immer noch Material, das bisher kaum in Erscheinung getreten ist, etwa die Videobänder mit Interviews von ehemaligen Dresdner Jüd:innen und Juden, die die Zeit des Nationalsozialismus überlebt haben. In Ausschnitten sind sie nun in der Ausstellung zu sehen.

Zurück zu den Anfängen

Sachsen und das östliche Europa: Erschließung arkaner Quellen für die Osteuropaforschung

Ein Projekt des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) im Rahmen des Verbundprojekts “Virtuelle Archive für die geisteswissenschaftliche Forschung”

Das Leipziger Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa hat die Region zwischen Ostsee, Schwarzem Meer und Adria im Forschungsfokus. Im Projekt Virtuelles Archiv “Sachen und das östliche Europa – Erschließung arkaner Quellen für die Osteuropaforschung” soll die Erschließung, Digitalisierung und Präsentation bislang unzugänglicher Quellen aus dem östlichen Europa in einem virtuellen Archiv erfolgen. Im Zuge der Überlassung bzw. Erwerbung von Nachlässen/Vorlässen gelangten mehrere Sammlungen namhafter Wissenschaftler ans GWZO. Diese sollen nun für die weitere Beforschung zugänglich gemacht werden. Bei den Quellen handelt es sich zum einen um bisher unbearbeitetes Dokumentationsmaterial von Ausgrabungen des Archäologen und Prähistorikers Joachim Herrmann. Zum anderen haben der Filmwissenschaftler Hans-Joachim Schlegel und der Dokumentarfilmer Günter Jordan ihre gesammelten Filme aus dem östlichen Europa dem GWZO hinterlassen bzw. für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt. Der inhaltliche Fokus der Quellen auf das östliche Europa bzw. die Germania Slavica machen diese besonders wertvoll für die Forschungen am Institut.

Filme aus dem Nachlass von Hans-Joachim Schlegel (© Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa [GWZO], Leipzig 2019)

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