Von Robin Reschke
Denkt man an vergängliche Dokumente, kommen einem vermutlich zunächst kurzlebige Drucke wie Bierdeckel, Menükarten oder Tafellieder in den Sinn – Ephemera sind Medien, die nach meist einmaliger Nutzung ihren Zweck erfüllt haben. Das steht zunächst im völligen Kontrast zu analogen (und erst recht zu digitalen) Spielen, die sich erst durch eine lange Nachnutzbarkeit qualifizieren: je hochwertiger das Material, desto länger ist der Spielspaß. Print-and-Play-Spiele dagegen sind in Eigenproduktion hergestellte und daher schnell verfügbare Spiele, die auf dem Do-it-yourself-Konzept basieren. In diesem Beitrag möchte ich kursorisch der Frage nachgehen, inwiefern solche Spiele als Ephemera zu bewerten sind, ohne mich dabei explizit im Rahmen der sächsischen Landesgeschichte zu bewegen, wie es die anderen Beiträge dieser Reihe tun.

Das Spiel 12 Parsecs als Print-and-Play-Version (Quelle: https://boardgamegeek.com/image/5842250/12-parsecs)
Analoge Spiele (Brettspiele, Kartenspiele, …) stehen im Kontrast zu den üblichen Medien, die meist auf Kurzlebigkeit ausgerichtet sind? Das stimmt nur teilweise. Weiterlesen